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Von fleißigen Bienen und Forschergeist

Ein Blick ins Julius Kühn-Institut

Bereits seit 2006 gehört das Julius Kühn-Institut zu unseren Kunden. Anfang 2020 kam der Standort Kleinmachnow hinzu.

Wie lässt sich eine wachsende Weltbevölkerung ernähren, ohne Raubbau an unserem Planeten zu betreiben? Wie kann parallel dazu der steigende Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen gestillt werden? Wie können Pflanzen und Anbausysteme an den Klimawandel angepasst werden? Wie lässt sich die Artenvielfalt erhalten? Dies sind nur einige Fragen, auf die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) täglich Antworten suchen. Der Fokus der Arbeit liegt auf Nutzpflanzen, die für die Ernährung von Mensch und Tier, für die Energiegewinnung, als nachwachsende Rohstoffe oder auch zur Zierde, als Gärten, Park und Wald, angebaut werden.

Das JKI als Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ist eines von vier Forschungsinstituten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und vereint unter seinem Dach 17 Fachinstitute an 10 Standorten in Deutschland. An den zwei Standorten Braunschweig und Kleinmachnow sowie am Hauptsitz in Quedlinburg kümmern sich Teams von gepe um Sauberkeit und Hygiene – und das im Fall von Braunschweig schon seit dem Jahr 2006. Anfang des Jahres startete gepe in Kleinmachnow. 13 Kolleginnen und Kollegen sind für unseren Kunden im Einsatz, zu ihnen gehören die Vorarbeiterinnen Christine Fischer, Ute Bues und Vorarbeiter Andreas Barten, der zuletzt Kleinmachnow mit eingerichtet hat.

Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis

Mit der Gründung des JKI führte der Bund 2008 seine Forschungskompetenzen und Aufgaben im Bereich Kulturpflanzen in einer Einrichtung zusammen. Hauptsitz ist Quedlinburg, weitere Standorte sind Braunschweig, Berlin, Kleinmachnow, Dresden, Darmstadt, Dossenheim, Münster, Siebeldingen sowie Groß Lüsewitz. Aufgrund der Doppelfunktion als Bundesbehörde und Forschungseinrichtung bearbeitet das JKI Themen an der Schnittstelle zwischen Forschung und landwirtschaftlicher Praxis. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ihr Standbein in der internationalen Forschungscommunity und arbeiten gleichzeitig national mit den Behörden von Bund und Ländern sowie Praxisbetrieben an angewandten Fragestellungen. So finden sie innovative, nachhaltige und praktikable Lösungen für den Pflanzenbau beziehungsweise die Landwirtschaft von morgen.

120 Jahre Forschung

Bezieht man die Geschichte der Vorgängereinrichtungen, etwa der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft und der Bundesanstalt für Züchtungsforschung mit ein, dann blickt das auf dem Papier noch recht junge JKI auf 120 Jahre staatliche Forschung zum Schutz der Kulturpflanzen in Deutschland zurück. Denn 1898 wurde die Biologische Abteilung für Land- und Forstwirtschaft am Kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin-Dahlem gegründet. Bis heute wird auch an diesem Standort geforscht.

Ziel der unabhängigen Forschung ist es, wissenschaftlich fundierte Daten zu liefern, die der Politik als Entscheidungshilfe dienen, aber auch grundsätzlich allen zugänglich sind. Die Wissenschaftler arbeiten zum einen an langfristigen Fragestellungen, etwa indem sie die Kulturpflanzen züchterisch verbessern helfen oder die Stoffflüsse in Agrarökosystemen analysieren, zum anderen reagieren sie immer wieder rasch auf plötzlich auftauchende Probleme, wenn beispielsweise neue Schaderreger in Deutschland auftauchen. Das JKI hat eine zentrale Schnittstellenfunktion zwischen EU und Deutschland, Bund und Ländern sowie Wissenschaft und Praxis.

Zu den Aufgaben von gepe gehört die Reinigung der Büros und Verwaltungsgebäude ebenso wie die Reinigung mancher Labore. Was die Arbeit und die Arbeitsstätte dennoch von anderen unterscheidet, ist die Vielfalt der Forschungsaufgaben, mit denen sich die Wissenschaftler befassen. So muss unsere Bereichsleiterin Cendy Schneider beispielsweise beim Stichwort JKI an Bienen und Gewächshäuser in Braunschweig und Quedlinburg denken, während Andreas Barten Labore vor dem inneren Auge hat. Doch geforscht wird auch unter dem freien Himmel, auf eigenen Anbauflächen.

Nachhaltige Nutzung

Um eine möglichst nachhaltige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und eine umweltgerechte Pflanzenproduktion zu ermöglichen, leistet das JKI beispielsweise in Quedlinburg (220 Mitarbeiter) seinen Beitrag, indem es unter anderem im der Pflanzenzüchtung vorgelagerten Bereich zu Pflanzengenetik, genetischen Ressourcen und modernen Züchtungsmethoden forscht.
Am personalstärksten Standort Braunschweig (500 Personen) fokussiert sich die Forschung auf die Krankheiten und Schädlinge unserer Kulturpflanzen. Dort werden Projekte zu Pflanzenschutzstrategien, pflanzengesundheitlichen Aspekten, Bodenkunde, Pflanzenernährung und Pflanzenbau bearbeitet. Am Standort Kleinmachnow arbeitet der Hauptteil der Belegschaft (120 Personen) am JKI-Fachinstitut für Strategien und Folgenabschätzung. Zugehörig ist noch ein Versuchsfeld mit 38 Hektar in Dahnsdorf, auf dem seit 25 Jahren Dauerfeldversuche zum notwendigen Maß beim Einsatz vom Pflanzenschutzmitteln durchgeführt werden.

Wie in der Forschung üblich, wird auch unsere Dienstleistung ganz genau unter die Lupe genommen. „200.000 prozentig“, schätzt Andreas Barten mit einem Augenzwinkern. Ein Problem? Nein, schließlich ist das Abliefern von Qualität unser Auftrag und unser Selbstverständnis! An allen Standorten schätzen die gepe Kolleginnen und Kollegen die gute Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern des JKI. „Die Leistungen werden stets zügig, umsichtig, termingerecht und in guter Qualität erbracht. Die Zusammenarbeit ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt“, stellt Karsten Maul, Leiter Technischer Dienst aus der JKI-Hauptverwaltung, gepe ein gutes Zeugnis aus. Maul: „Bei Gesprächsbedarf oder im seltenen Fall einer Beschwerde steht immer ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.“ Auch wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit.