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HELFEN! – Damit Hilfe schnell ankommt


Düren. Die Corona-Krise lässt uns trotz Kontaktverbot als Gesellschaft enger zusammenrücken. Viele ehrenamtliche Helfer stehen bereit, um dort einzuspringen, wo sich in der Begleitung und Versorgung hilfsbedürftiger Menschen Lücken auftun. Als Entwickler prozesssteuernder Software für die Altenpflege möchten wir mit unserer Tochter, der Cairful GmbH, Träger und Akteure aus der Altenpflege und dem Gesundheitswesen dabei unterstützen, dass Hilfe schnell und unbürokratisch dort ankommt, wo sie benötigt wird. „HELFEN!“ ist eine kostenlose Hilfsaktion, die Einrichtungen, Verbände oder auch Kommunen unterstützt, Helfer entsprechend ihrer Standorte und Qualifikationen dahin zu vermitteln, wo sie gebraucht werden.

Warum „HELFEN!“?

Die Corona-Krise stellt uns täglich vor neue Herausforderungen: in der Altenpflege ebenso wie im Gesundheitswesen und in unserem sozialen Zusammenleben. Unterstützung wird an vielen Stellen benötigt. Sei es bei der Betreuung und Versorgung älterer oder isolierter Menschen, denen Helfer Lebensmittel oder Medikamente an die Haustüre liefern, oder bei der Organisation von Unterstützungsdiensten in Einrichtungen, die vor dem Hintergrund der Krise nicht zwingend von Fachpersonal ausgeführt werden müssen.

Kostenlose Online-Plattform

„HELFEN!“ soll Leistungserbringer entlasten und sie dabei unterstützen, Helfer effizient zu organisieren. Die Frage beispielsweise für einen Ehrenamtler, wo seine Hilfe konkret benötigt wird, lässt sich mithilfe der Online-Software auch in großen Organisationsstrukturen dezentral in Sekunden passgenau beantworten. Alle Nutzer haben die Möglichkeit, das Werkzeug auf ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen – damit Hilfe in jedem Fall einfach ankommt. Die Software erfasst Hilfsbedarfe und Anforderungen der Einrichtungen beziehungsweise Organisationen sowie die Fähigkeiten, Qualifikationen und Standorte der Helfer. „HELFEN!“ verwaltet übersichtlich alle Informationen und hilft, für alle Helfer die passenden Einsatzorte zu finden.

Partner des Gesundheitswesens

Die Cairful GmbH entwickelt erfolgreich prozesssteuernde Software für die Altenpflege, die das Pflegepersonal entlastet. Grundlage des neuen, Cloud-basierten-Web-Services ist ein digitales Werkzeug für die Steuerung des Personaleinsatzes, das Cairful für die gepe Gebäudedienste PETERHOFF GmbH entwickelt hat. Sowohl Cairful als auch gepe haben als langjährige Partner des Gesundheitswesens tiefes Verständnis für die Prozessstrukturen in Einrichtungen der Altenpflege und Krankenhäusern.

Hier gibt es mehr Infos: www.cairful.com/aktion-helfen/


 

Systemrelevant – nicht nur in der Krise

Düren. Mit Reinigung, Hygiene und Sauberkeit kennen wir uns aus. Wie wichtig das Gebäudereiniger-Handwerk ist, zeigt sich gerade in der Corona-Krise. Unsere Reinigungskräfte kämpfen jeden Tag zusammen mit anderen systemrelevanten Berufsgruppen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage bestätigt, dass die Bedeutung unserer wichtigen Arbeit auch verstärkt ins Bewusstsein vieler Bürgerinnen und Bürger rückt. 96 Prozent der Befragten halten das Gebäudereiniger-Handwerk in der Krise für relevant.

Forsa-Umfrage

Die Umfrage hat der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks in Auftrag gegeben. Mit knapp 700.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Gebäudereinigung das beschäftigungsstärkste Handwerk Deutschlands. Insgesamt 96 Prozent der Befragten halten die Arbeit der Gebäudereinigung in der aktuellen Corona-Krise für sehr wichtig (67 Prozent) beziehungsweise wichtig (29 Prozent). Weniger wichtig beziehungsweise unwichtig sagen lediglich 3 Prozent.

„Höhere Wertschätzung“

Jüngere Befragte vergeben vergleichsweise häufiger einen Spitzenwert: 78 Prozent der 18-29-Jährigen halten die Gebäudereinigung für sehr wichtig (30-44 Jahre: 60 Prozent, 45-59 Jahre: 69 Prozent, 60 Jahre und älter: 66 Prozent). „In ‚normalen‘ Zeiten wird das Ergebnis unserer Arbeit häufig nicht richtig wahrgenommen. Jetzt erfahren wir eine deutlich höhere Wertschätzung für unser Handwerk – und das ist richtig so“, bewertet gepe Geschäftsführer Erich Peterhoff die Umfrage-Ergebnisse: Jeder Vierte (26 Prozent) hält die Gebäudereinigung im Zuge der Corona-Krise für wichtiger als zuvor.

Rahmentarifvertrag allgemeinverbindlich

Düren. Gleiche Regeln für alle Spieler: Der Rahmentarifvertrag im Gebäudereiniger-Handwerk wurde Ende Februar rückwirkend zum 1. Januar 2020 von der Tarifkommission im Bundesarbeitsministerium allgemeinverbindlich erklärt. Damit gilt der bereits im vergangenen Jahr zwischen dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks und der IG Bau ausgehandelte Rahmentarifvertrag für alle Unternehmen und Beschäftigten, auch wenn sie nicht Mitglied im Innungsverband beziehungsweise der IG Bau sind. Im Rahmentarifvertrag wird unter anderen der Urlaubsanspruch der Arbeitnehmer/Innen geregelt.

Sicherheit für Arbeitnehmer

„Wir begrüßen diese Entscheidung der Tarifkommission. Der Ende 2019 verhandelte und von allen Seiten getragene Rahmentarifvertrag schafft gleiche und faire Rahmenbedingen für den Wettbewerb“, sagt Erich B. Peterhoff, Geschäftsführer der gepe Gebäudedienste PETERHOFF GmbH. „Die Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit schafft Sicherheit für Arbeitgeber ebenso wie für Arbeitnehmer“, fügt Geschäftsführerin Antja Schulz hinzu.

Soziale Verantwortung übernehmen

Als Familienunternehmen steht gepe PETERHOFF seit Jahrzehnten für faire Arbeitsbedingungen sowie fairen Wettbewerb und übernimmt soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Peterhoff Gruppe hat auch nach dem Auslaufen des Rahmentarifvertrags zum 31. Juli 2019 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichbehandelt und in den drei Monaten, in denen es keinen gültigen Rahmentarifvertrag gab, bewusst und freiwillig zugunsten der Mitarbeiter die Regelungen des alten Vertrages angewendet.

Nach einer bereits erfolgten Steigerung der Tariflöhne zum 1. Januar 2020 werden ab Dezember die Löhne in Ost und West angeglichen. Der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn in der untersten Lohngruppe liegt dann bundesweit bei 10,80 Euro. Das Gebäudereiniger-Handwerk gehört damit zu den ersten Handwerksbranchen, die die Angleichung von West- und Ostlöhnen vollziehen. Die Tariflöhne setzen sich weiterhin vom allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn ab, der aktuell bei 9,35 Euro liegt. (sj)